Für Belege, die einen MWST-Betrag aufweisen, werden in LoopsFinanz zwei Buchungen erzeugt: eine für den Betrag und eine für den MWST-Betrag. Letzterer wird automatisch berechnet und auf ein eigenes Konto gebucht. In diesem Fall handelt es sich dann um eine „Buchung mit MWST-Buchung". Diese Aufgliederung erfolgt automatisch durch das Programm. Sie müssen lediglich die entsprechenden MWST-Sätze definieren.
Im Fenster „MWST-Sätze" (Menü „Erfassen", Mac: Befehlstaste+5, Windows: ctrl+5) können Sie MWST-Sätze definieren und bearbeiten. Bitte beachten Sie, dass für die einfache Variante der Saldobesteuerung nur wenige Sätze erfasst und keine Verknüpfungen zwischen Konti und MWST-Sätzen angelegt werden müssen. Lesen Sie mehr im Kapitel „Saldobesteuerung".
In den Einstellungen „Mandant" können Sie bestimmen, ob Sie die Netto- oder Brutto-Methode für die Erzeugung von MWST-Buchungen verwenden möchten. Bei der Netto-Methode wird der Betrag sofort aufgeteilt in Aufwand bzw. Ertrag und als Gegenkonto das Geldkonto oder Debitor-/Kreditorkonto. Bei der Brutto-Methode wird der ganze Betrag zuerst als Aufwand oder Ertrag verbucht und dann wird von diesem Konto der MWST- bzw. Vst-Betrag abgezogen und verbucht.
Wenn Sie die Saldobesteuerung verwenden, müssen Sie den Saldosteuersatz ebenfalls erfassen. Dieser wird aber nur beim Erzeugen der MWST-Buchung (zweimal im Jahr) verwendet. Die Konti dürfen im Fenster „Konti" nicht mit dem Saldosteuersatz verknüpft werden!
Sie können im Fenster „Konti" (Menü „Erfassen" > Befehl „Konto") jedes Konto mit einem MWST-Satz verknüpfen. Sobald Sie im Fenster „Buchungen" auf ein Konto buchen, das mit einem MWST-Satz verknüpft ist, erscheint dieser MWST-Satz als Vorschlag.
MWST-Sätze können nur gelöscht werden, wenn noch keine Buchung mit dem betreffenden MWST-Satz erfasst wurde.
Gehen Sie folgendermassen vor, um einen neuen MWST-Satz zu erfassen:
Gehen Sie folgendermassen vor, um einen bestehenden MWST-Satz zu ändern:
Sobald Sie den Befehl „MWST-Sätze" wählen, erscheint das gleichnamige Erfassenfenster. Dort finden Sie folgende Felder:
Die gleichen Kürzel werden auch im Layout für die Auswertung der „MWST-Abrechnung" verwendet. Verwenden Sie eigene Kürzel, müssen Sie das Layout korrigieren. Nähere Informationen dazu finden Sie im Kapitel „Layouts".
Art – In diesem Feld geben Sie an, ob der MWST-Satz für die Vorsteuer, die Umsatzsteuer oder beide (Eintrag „Allg.") gilt. Als Vorgabe wird immer „Allg." verwendet, aber Sie sollten diese, wann immer möglich, ändern. Wenn Sie anschliessend ein Konto im Fenster „Konti" erfassen, können Sie mit Hilfe dieser Option steuern, ob für ein Konto nur die Vorsteuer-, die Umsatzsteuer- oder alle Kürzel zur Verfügung stehen.
Bezeichnung – Hier können Sie die Bezeichnung für den MWST-Satz eingeben. Sie kann bis zu 128 Zeichen enthalten, wobei 50 Zeichen in das Feld passen.
Ändern Sie eine MWST-Satz-Bezeichnung, wirkt sich das auf alle Buchungsjahre des gesamten Mandanten aus.
Prozent – Geben Sie hier den Prozentsatz für den MWST-Satz ein. Der Wert wird automatisch auf zwei Stellen nach dem Komma gerundet.
Quote – Hier können Sie bestimmen, wieviel Prozent des MWST-Satzes verbucht werden dürfen. Ein Eintrag in dieses Feld wirkt sich lediglich darauf aus, wie der Gesamtbetrag einer Buchung auf Haupt- und MWST-Buchung verteilt wird. Aktuell ist die Quote immer „100%" (seit MWST-Erhöhung auf 8%)!
Konto – Geben Sie hier die Nummer des Kontos ein, auf das die MWST-Buchung gebucht werden soll, also das Vorsteuer- oder Umsatzsteuer-Konto.
Bezugssteuer-Gegenkonto – Dieses Feld dient zur Berechnung für den Bezug von Dienstleistungen aus dem Ausland (Rechnungen mit 0% MWST). Für die MWST-Abrechnung muss ein „fiktiver" MWST-Betrag berechnet werden, der in die Umsatzsteuer-Berechnung und gleichzeitig auch in die Vorsteuer einfliesst. Der zu zahlende MWST-Betrag ist vor und nach dem Erfassen einer Bezugssteuer-Buchung noch immer gleich hoch. Wenn Sie im Feld „Konto" „1170" eingeben, dann müssten Sie in „Bezugssteuer-Gegenkonto" „2200" eingeben.